Geschichte

Die »Wiege Sachsens«

Abendstimmung mit Blick auf die Albrechtsburg Meissen

Im Jahr 929 errichtete König Heinrich I. auf einem Felsen über der Elbe eine hölzerne Wehranlage. Damit wurde Meißen zum Mittelpunkt der gleichnamigen Grenzmark gegenüber den noch slawischen Gebieten des Ostens. Der Markgraf herrschte über die gesamte Mark Meißen und residierte im Vorgängerbau der Albrechtsburg, die so als »Wiege Sachsens« in die Geschichte einging.

Deutschlands erstes Schloss entsteht

Im Auftrag der gemeinsam in Sachsen regierenden Brüder Ernst und Albrecht von Wettin entstand zwischen 1471 und 1524 ein spätgotischer Schlossbau: Die Albrechtsburg Meissen. Die neue Residenz sollte repräsentatives Verwaltungszentrum und gleichzeitig Wohnschloss werden. Damit war es weniger eine Verteidigungsanlage als vielmehr ein Schloss – das erste der deutschen Baugeschichte. 

Ein architektonisches Meisterwerk

Als neu ernannter Landeswerkmeister erhielt Arnold von Westfalen den Auftrag für einen großzügigen Neubau. Wegen des steilen Elbhanges musste das Kellergeschoss über zwei Etagen geführt werden, gefolgt vom Erdgeschoss und drei Obergeschossen. Besonders die raffinierte Lichtführung durch Vorhangbogenfenster und die im ganzen Schloss eingesetzten Zellengewölbe waren eine architektonische Neuheit. Ein Meisterwerk des Treppenbaus ist der Große Wendelstein, eine Treppe aus geschwungenen Stufen, die sich um eine filigran aufgelöste Spindel winden. Innovativ beim Schlossbau waren zudem die nach oben anwachsenden Mauern und einige technische Installationen, wie die teils in den Wänden geführten Kaminzüge. 

Auf dem Weg zu Europas erster Porzellanmanufaktur

Die Albrechtsburg Meissen sollte jedoch nie in ihrer geplanten Funktion genutzt werden, denn noch während des Baus teilten die Brüder das wettinische Territorium auf. Zeitweise fanden hier Empfänge oder Jagdgesellschaften statt, meist stand das Schloss jedoch leer. Erst August der Starke nutzte die Albrechtsburg 1710 wieder aktiv – als Europas erste Porzellanmanufaktur. 

Eine Manufaktur wird zum Museum

153 Jahre wurde auf der Albrechtsburg Porzellan hergestellt, bis die Produktionsstätte 1863 aus den gotischen Räumen verschwand. Eine umfangreiche Restaurierung sollte das ursprüngliche gotische Erscheinungsbild wiederherstellen und die massiven Schädigungen durch die Nutzung als Manufaktur beseitigen.

Die Entstehung der Wandgemälde

Zusätzliches Geld aus den Reparationszahlungen Frankreichs für den deutsch-französischen Krieg ermöglichten dann die neue künstlerische Gestaltung des Schlosses. Ab 1873 entstanden Wandgemälde, die vor allem historische Ereignisse der Burg, der Mark Meißen, der Wettiner und der Entstehung des »Weißen Goldes« thematisieren. Neben den bewusst modern gestalteten Wandbildern kam es auch zu ornamentalen Ausmalungen nach gotischen Vorlagen durch Professor Ernst Händel aus Weimar. Es folgten historisch getreue Möbel, Fußböden und Türen sowie Fahnen, Waffen, Leuchter, Öfen und Kamine. 

Alle wichtigen historischen Fakten finden Sie hier (zum PDF-Download) Noch mehr zur Bau- und Schlossgeschichte gibt es hier (zum PDF-Download) Erfahren Sie mehr zur Innenausstattung (zum PDF-Download)

Kontakt

Albrechtsburg Meissen

Domplatz 1 | 01662 Meißen

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 3521 4707-0
albrechtsburg@schloesserland-sachsen.de

Öffnungszeiten

1. März bis 4. November 2018

  • täglich: 10:00 bis 18:00 Uhr

5. November 2018 bis 28. Februar 2019

  • täglich: 10:00 bis 17:00 Uhr
  • 24./25. Dezember: geschlossen
  • 1. Januar: 11:00 bis 16:00 Uhr
  • 7. bis 18. Januar 2019: geschlossen

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